Ulm – meine Stadt ganz nah (November 2012) – „Der Ulmer Spatz“

Ulm - meine Stadt ganz nah (November 2012) -

Heute also mein erster Beitrag zum Projekt von Czoczo:

 Projekt <meine Stadt> ganz nah…(.) suchen wird nach Collagen aus eurer Stadt die aus 3-4 Bilder zusammen gestellt wird … also nicht nur Fotografie aber auch ein wenig Design und Kreativität gefragt wird . 

Es geht – soweit ich mich erinnere – schon in die dritte Runde. Jetzt komme ich auch endlich mal dazu einen Beitrag zu gestalten. Das Projekt passt wirklich gut zu Andys 12 Monate 1 Stadt. Man kommt endlich mal dazu die Stadt in der man lebt mit anderen Augen zu sehen.

Meine Kollage für Ulm sind ganz typisch Ulm – die Ulmer Spatzen. Die Ulmer Spatzen finden sich in der ganzen Stadt wieder. Diese sind aus einem Projekt eines Ulmer Künstlers Ralph Minde entstanden. Nach der Ausstellung sind alle Spatzen an Ulmer Händler verkauft worden, die die Spatzen in der ganzen Stadt aufgestellt haben.

Es gibt eine Geschichte und ein Sage dazu – ähnlich den Schildbürger Geschichten:

Der Sage nach sollen die Ulmer beim Bau des Münsters einen besonders großen Balken angekarrt haben. Sie schafften es aber nicht, ihn durch das Stadttor zu bringen. Als sie kurz davor waren, das Tor einzureißen, sahen sie einen Spatzen, der einen Zweig im Schnabel trug, um diesen in sein Nest einzubauen. Und dieser Spatz flog mit dem Zweig längs durch das Tor. Da ging dann wohl auch den Ulmern ein Licht auf, und sie legten den Balken der Länge nach auf ihren Karren und nicht quer, wie bisher. (Quelle: Wiki)

Anno dazumal vor vielen Jahren ist den Ulmern folgendes widerfahren: Zu allerlei  Bauten in der Stadt man Rüst- und Bauholz nötig hat’. Doch wollt es den Leuten nicht gelingen, die Balken durchs Tor hereinzubringen. Und doch war reiflich die Sach’ überlegt das Holz in die Quer’ auf den Wagen gelegt. Das Tor war zu eng, die Balken zu lang, dem Stadtbaumeister ward angst und bang. Und stündlich wuchs die Verlegenheit, da – begab sich eine Begebenheit: Von den klügsten einer ein Spätzlein schauet, das oben am Turm sein Nestlein bauet. Und einen Halm, der sich in die Quer’Gelegt hat vor sein Nestchen her mit dem Schnäblein – und das war nicht dumm an der Spitze wendet zum Nest herum. „Das könnte man“, ruft der Mann mit Lachen, „Mit dem Balken am Tore ja auch so machen!“.
Viel gab es hin und her zu sprechen: Und ungeheures Kopfzerbrechen. Ja, selbst der hohe Magistrat wusste für diesen Fall nicht Rat. Er mochte in alle Bücher sehen, der Casus war nirgends vorgesehen. Der Bürgermeister selbst sogar hier ausnahmsweise ratlos war. Ihm, der doch alles am besten weiß, machte die Sache entsetzlich heiß. Man probierts und es ging. – Den guten Gedanken hatten die Ulmer dem Spätzlein zu danken: Sie stünden wohl heute noch an dem Tor. Mit dem Balken beladenen Wagen davor oder hätten, ohne des Spätzleins Wissen, gar den Turm auf den Abbruch verkaufen müssen. Zum Danke dem Spatzen ist heut noch zu schauen hoch am Münster sein Bild in Stein gehauen: Auch seitdem beim echten Ulmer Kind die Lieblingsspeise „Spätzle“ sind.(Carl Hertzog, 1842)

8 comments

  1. Hallo …
    es ist eine wunderschöne Beitrag für das Projekt , und eine ganz interessante Idee .
    In Wuppertal gab es auch eine änliche aktion gewehsen . Allerdings bei uns haben wir Pinguine gebaut die jetzt vielle Ecken in Wuppertal das Stadtbild verschönen .

    • Das wäre dann ja auch mal ein Thema für dich, oder? Pinguine in Wuppertal, Spatzen in Ulm und in Laupheim (hier um die Ecke) hat es Frösche. Das ist auch eine nette Idee – Laupheim hat
      viele Bunte Frösche in der Stadt verteilt rum stehen.

  2. Ein interessanter Beitrag. Ulmer-Spatzen – sind für mich ganz neu 🙂 also habe ich wieder etwas dazu gelernt.
    Danke Jan, für deine Kommentare auf meinem Blog. Ich freue mich immer sehr, wenn du meine Bilder betrachtest.
    LG Esther

  3. Ist wirklich ein interessanter Artikel ist schon arg was es so alles gibt, die Fotos mit den Spatzen gefallen mir sehr gut, da haben sich einige was einfallen lassen.

    Lg,
    Rewolve44

    • Nicht einige, sondern eigentlich nur ein Künstler aus Ulm. Der Herr Milde. Es gibt noch weitaus mehr Spatzen. Vielleicht schaffe ich es mit der Zeit noch
      mehr zu fotografieren und dann hier zu zeigen.

      • Das ist nur ein Künstler, das ist echt stark.

        Ja das wäre interessant wenn du einmal Zeit hast andere noch zu zeigen.

        Lg,
        Rewolve44

  4. Huhu Jan,
    das sind ja ganz wunderbare Spatzen und eine tolle Geschichte. Ja, die hätte auch gut zu den Bürgern aus Schilda gepasst, da hast Du Recht!

    Als ich das so sah, dachte ich auch direkt an die Pinguine aus Wuppertal und die Bären aus Berlin und dachte, wie schade, dass Solingen das nicht hat.
    Aber dann fiel mir ein, dass wir das ja doch haben, zwar nicht in Tier-Form, aber passend zu unserem Beinamen „Klingenstadt“. Wir haben nämlich Scheren in allen möglichen Farben an einigen Orten in der Stadt stehen. Da muss ich mal schauen, ob ich die finde und dann auch noch fotografiere.
    Das war echt eine tolle Idee von Dir.

    Ich finde übrigens, dass wir mal für Marius schönes Projekt ein bisschen Werbung machen müssten. In jedem Monat nehmen nur zwei bis drei Leute teil, das ist doch echt zu schade, oder?

    Liebe Grüße
    little.point Claudia

    • Ja, die Geschichte find ich auch sshön. Auch das Gedicht mit den Spatzen. Das kannte ich vorher auch nicht. Ich bin allerdings auch nicht aus Ulm sondern komme
      mehr aus dem Norden. Klingenstadt? Solingen? Da bin ich mal gespannt. Wie das so ist mit den Projekten zu wenig Leute und zu viele Projekte. Dann kommt manchmal
      noch die Lust und die Motivation dazu. Allerdings sehe ich das genauso wie du: Andy kann sich schon etwas mehr Mühe geben. er schmeisst die Leute raus und selber macht
      er seit einem halben Jahr keine Fotos mehr. schade eigentlich.

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