März – 12 Monate-1 Stadt-2012 – Thema Denkmal

März – 12 Monate-1 Stadt-2012 - Thema Denkmal

Diesmal war bei Andys Projekt Das „Thema Denkmal“ dran. Irgendwie liegt mir dieses Thema so gar nicht. Es gibt einige Denkmäler in Ulm, u.a. auch ein Einstein Denkmal. Einstein kommt aus Ulm und eine Persönlichkeit – die man durch ein Denkmal durchaus würdigen kann. Nur ich habe zum Thema Denkmal keinen Zugang bekommen, dementsprechend habe ich mir Zeit gelassen und nun ist der Monat zu Ende und ich habe nichts zu Stande gebracht, was meinen persönlichen Ansprüchen genügt. Diesmal werde ich meinen Beitrag wohl in der Belanglosigkeit präsentieren müssen. Vielleicht reißt das s/w noch ein bissl was raus.

Ich war am Wochenende in der Stadt und habe ein paar Schnappschüsse vom Saumarkt und des Denkmals in Ulm gemacht. Dies ist mein Beitrag. Eine Beschreibung worum es geht,  steht im folgenden (Quelle und Infos www.saumarkt.de):

Saumarkt

Zur Geschichte des Saumarktes, neudeutsch Schweinsmarkt bezeichnet:

Die Bezeichnungen und Schreibweise für den Saumarkt wechselten bei den Ratschreibern hin und her, wie Ratsprotokolle von 1539 bis 1585 beweisen. Jeder, der damals des Schreibens mächtig war, schrieb wie ihm das Mail gewachsen war – von Rechtschreibreform keine Spur.

Über nicht nur die Bezeichnungen für den Saumarkt wechselten, auf der Standort wurden vermutlich wegen des strengen Geruchs des Öfteren verlegt.

Im Jahr 1539 wird vom Rat der Stadt Ulm beschlossen: „Der Sawmarckt soll hienfurd uff dem Judenplatz freytags und samstags gehalten werden.“ – so der Originaleintrag im Ratsbuch.

Keine 50 Jahre später, am 12.November 1585, wurde der Saumarkt auf Drängen der Bürger auf einen Platz vor dem Herdbruckertor außerhalb der Stadt verlegt.
Anfang des 18. Jahrhunderts (das genaue Datum ist nicht bekannt) wurden die Schweine dann auf den Platz zwischen Fischergasse und Wilhelmshöhe, dem heutigen Saumarkt, getrieben.

Von 1808 an wurde der Platz nach dem Markt benannt – offiziell Schweinmarkt, im Volksmund aber Saumarkt. In der Blütezeit des Marktes reichte der Platz kaum aus, um allen Bauern mit Ihren Ferkeln genug Platz zu bieten.

In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts dümpelte der Saumarkt so vor sich hin, bis er mangels Masse eingestellt wurde.
1976 wurde dann von der Fleischerinnung Ulm und dem Bäcker- und Fleischersingchor der Saumarkt neu entdeckt.

Zusammen mit den Brauern wollten sie an die Geschichte des Saumarkts erinnern und erwecken den Platz seit dieser Zeit einmal im Jahr zu neuem Leben. Nein, nicht wie damals im 18. Jahrhundert mit Schweinen. Es wurde ein großes Fest mit Umzug arrangiert, das zwei Tage dauerte und in den vergangenen Jahren bildete der Saumarkt den eigentlichen Auftakt zur Sommerfestsaison in Ulm.

6 comments

  1. Eine interessante geschichte verbunden mit wirklich Guten Bildern . Das SW bearbeitung wirkt fantastisch . Die Deteil Aufnahmen finde ich herforagend . Vor allem die beide Bilder mit dem Sau ( 017 & 027) sind Grandios 🙂
    Supper Beitrag !

  2. Denkmahl in s/w. Warum nicht.
    Bietet sich bei Bronze Figuren auf grauem Sockel an.
    Irgendwie merkt man dein Abneigung gegen das Thema Denkmahl.
    Einfach fotografiert, kenne ich.
    Hoffe auch auf Themen, welche etwas mehr Kreativität zulassen.
    Die Story dazu ist Klasse.
    Gruß Klaus

  3. @czoczo:
    Man leg dir mal nen anderes Pseudonym zu 🙂 da muss ich immer drei mal hinschauen, um es zu schreiben :-)… zugegeben… so schlecht sind sie auch nicht…

    @klaus:
    Ja ne Abneigung hab ich schon, obwohl man das ja als Herausforderung sehen sollte, denn nur so lernt man. Vielleicht hab ich mich persönlich zu sehr gesträubt und mir nicht die Zeit genommen etwas daraus zu machen. Aber wir haben ja noch ein paar Monate und bestimmt noch ein paar Interessante Themen.

  4. Hallo Jan,

    ich finde die Serie gar nicht so schlecht. Vor allem das 5. und 7. Bild sagen mir zu.
    Beim ersten Bild ist es schade, dass das Auto im Hintergrund ist, sonst wäre es auch gelungen. Ggf hättest du einfach nur ein wenig um das Denkmal rumgehen müssen (nach links) und das Problem wäre gelöst. Zudem hättest du die Blende weiter öffnen können, um den Hintergrund weiter zu isolieren, bzw. alternativ/zusätzlich noch ein paar Schritte nach hinten gehen und weiter reinzommen. In beiden Fällen hätte sich das Denkmal mehr vom Hintergrund gelöst.
    Die SW-Bearbeitung passt auf jedenfall gut zu den Bildern.

    Viele Grüße
    Jens

  5. @Jens:
    Im Prinzip richtig, allerdings ist es so: Es war schon die beste alternative von dem Standpunkt aus zu fotografieren, denn a) von dem anderen Standpunkten war noch mal Mist im Hintergrund 🙂 b)Ich hätte keinen Schriftzug und keinen ordentlichen Winkel zu den Personen/Tieren gehabt 🙂 Einen Tod muss man sterben. Ich habe mich für das Auto im Hintergrund entschieden.
    Ich hätte am Objektiv nur noch f4 gehabt, dass hätte es uach nicht mehr rausgerissen. Meine anderen Objektive hatte ich leider nicht dabei :-). Focale Länge war auch schon fast am Anschlag… mehr war nicht drin…

    Aber wie immer: Du hast die Situation genau erkannt und mit allen Lösungsvorschlägen hast du recht.

  6. Hallo Jan,

    das ist ja ein interessantes Denkmal. Und man erfährt auch noch Interessantes. Einstein kennt jeder, aber was es mti dem Saumarkt auf sich hatte, das wissen sicher wenige.
    Schöne Fotos.
    LG Heidi

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